Montag, 31. Oktober 2011

... soul food ...

und bevor ich euch zum shoppen mit nach duesseldorf nehme, hier vorher noch zur stärkung etwas aus der kategorie "lecker". denn merke: nicht nur kaufen macht glücklich  ... diese quiche kostet nicht viel und nach der mahlzeit wird jeder am tisch zufrieden seufzen und ein wohliges lächeln auf den lippen tragen ... "soul food" eben ... nein, ist nicht übertrieben, versprochen: diese quiche ist zum niederknien gut und niemals bleibt auch nur ein krümelchen übrig ...










und bevor ihr euch bei der zubereitung fragt, wo ihr denn den zweig basilikum vergessen habt ... aufatmen: it's just for decoration ... als beilage empfehle ich unbedingt einen knackigen eisbergsalat mit senfvinaigrette. wie die geht? na gut, weil sie so lecker ist also hier schnell noch das rezept: einen esslöffel körnigen senf, zwei teelöffel weinessig, vier esslöffel olivenöl, fleur de sel und frisch gemahlenen pfeffer in ein schraubglas füllen, gut verschließen, kräftig schütteln ... et voilá ... übrigens: ein leckeres gläschen rotwein und schöne musik dazu ist auch nicht verkehrt ...

... à votre santé ...





Montag, 24. Oktober 2011

... danke ...


heute möchte ich einmal "danke" sagen ... "danke" für all die netten dinge, die ich erfahren habe seit "biggi.deluxe" gestartet ist (morgen sind es bereits zwei monate). es macht mir so viel freude, erinnerungswürdige dinge aus meinem leben zu fotografieren, zu kommentieren, festzuhalten und mit euch zu teilen. es haben sich dadurch schon viele nette "online-kontakte" und viele aufmunternde gespräche mit menschen aus der "realen welt" ergeben. auch wenn die zeit beim vorbereiten eines neuen "post" oft einfach davonläuft und mein kopf vor lauter ideen manchmal nicht zur ruhe kommen mag ...

... it's wonderful ...






genug der einleitenden worte - jetzt wird es kreativ. als kleines "dankeschön" für euch gibt es heute eine anleitung zum basteln einer praktischen, kleinen schachtel. das ist ganz einfach (traut euch) und dieses nette teil ist für wirklich ganz viele gelegenheiten zu gebrauchen. wenn ihr erst einmal damit angefangen habt und "den kniff raus" habt, fallen euch sicherlich die vielfältigsten gestaltungsmöglichkeiten ein.


für diese schachtel benötigt ihr:

1 bogen grauen karton (160 gr sind optimal)
phototape
 runde nagelschere, schneidbrett, papierschere, messer
1 runder aufkleber "danke" aus festerem papier
schmales geschenkband in graumitweiß





und hier die traummaße meines modells:

breite:        21 cm
höhe:          16 cm
seitenfalz:     2 cm
ellipse:      2,5 cm

zunächst schneidet ihr euch den karton gemäß der breiten- und höhenangabe zurecht. dann markiert ihr auf einer seite einen zwei zentimeter breiten streifen, der später zum zusammenkleben benötigt wird. wenn ihr ein schneidbrett zur hand habt: daran gibt es ein "falzmesser", das den karton nicht durchtrennt, sondern nur leicht anritzt, damit er hinterher leichter umgeklappt werden kann. ansonsten könnt ihr dafür aber auch zum beispiel ein stumpfes messer benutzen. ihr müsst nur vorsichtig sein, dass ihr den karton nicht durchtrennt ... danach die klebekante nach innen umlegen und das ganze in der mitte falten (hier könnt ihr auch ein falzmesser zur hilfe nehmen). für die abgerundeten verschlussklappen nehmt ihr zum markieren am besten einen runden behälter zur hilfe. an diesem modell ist die ellipse an der stärksten stelle ca. zweikommafünf zentimeter. die "äußere rundung" wird am einfachsten mit einer runden nagelschere in form geschnitten. die "innere rundung" wird wieder mit dem falzmesser markiert. damit die kleine schachtel später leichter geöffnet werden kann, wird auf einer seite an der jeweiligen "äußeren rundung" ein kleiner halbkreis mit der nagelschere ausgeschnitten (siehe oberes bild).






das schwierigste habt ihr jetzt schon geschafft. nun schneidet ihr an der klebekante die ecken schräg ab (siehe oben) und klebt auf die unterseite ein stück phototape. an dieser stelle muss ich ein wenig werbung machen: das tolle phototape von der rolle habe ich bisher nur bei "HEMA" gesehen (und sofort gekauft). diejenigen unter euch, die schonmal in die niederlande oder nach belgien fahren, kennen diesen tollen laden sicherlich ... aber auch hier ganz in der nähe, in neuss, gibt es eine der wenigen filialen in deutschland. nein, natürlich müsst ihr weder ins europäische ausland noch nach neuss reisen um diese schachtel zu basteln. normaler kleber geht natürlich auch (für kleckertanten wie mich allerdings weniger geeignet) oder aber auch die kleinen, doppelseitigen fotoklebeecken (ihr schafft das schon ...). so, jetzt nur noch das ganze zusammenkleben und die verschlussklappen vorsichtig nach innen umlegen (die mit dem kleinen halbkreis liegt oben). wenn ihr alles richtig gemacht habt, dann sieht das ganze jetzt so aus:






für den kreisförmigen aufkleber nehmt ihr einen bogen festeres papier in grau und fügt in "word" drei kreise ineinander. jeden dieser kreise füllt ihr in einem anderen grauton aus und platziert in die mitte ein textfeld, welches ihr beliebig beschriften könnt. wählt eine schöne schriftart (hier: courier new) und eine passende schriftfarbe (hier: weiß) aus. dann nur noch ausdrucken, ausschneiden (die runde nagelschere ist hier wieder hilfreich) und auf die schachtel kleben.




 



wenn ihr das geschenk der wahl in die schachtel  gefüllt habt, verschnürt ihr das ganze noch mit einem farblich passenden, schmalen geschenkband und ...

... schon fertig ...







... viel spaß beim basteln und eine schöne woche ...


und hier ganz zum schluss eine aufmunterung an meine "anonymen leser": ich freue mich über jeden netten kommentar von euch (auch wenn es vielleicht ein verbesserungsvorschlag zur bastelanleitung ist). traut euch ...

Freitag, 21. Oktober 2011

... einblicke ...

ich finde es immer spannend, in andere häuser oder wohnungen blicken zu dürfen. auch wenn ich die menschen gar nicht kenne, die darin leben. und nach diesen "einblicken" meine ich sogar, den menschen ein klitzekleinwenig kennengelernt zu haben. ich liebe daher auch ratespiele wie "wer gehört in welche wohnung" oder "wer gehört zu welchem hund". ich habe vor vielen jahren immer zusammen mit meinem großvater die wunderbare quizshow "was bin ich" anschauen dürfen. dieses "heitere beruferaten" mit robert lembke & co. (und dem "schweinderl" natürlich) hat sicherlich bei mir in solch jungen jahren diese neugierde geweckt. kennt ihr nicht ... ach was, dann müsst ihr aber unbedingt jetzt einmal  "hier klicken" ... es ist geradezu rührend, dass der hauptgewinn in dieser quizshow großzügige fünfzig mark betragen hat. man möge sich dies in derzeit aktuellen ratespiel-serienformaten vorstellen ...                         






aber schon wieder bin ich vom thema abgekommen ... hier ist auf jeden fall mein refugium. der platz, an den ich mich am liebsten zurückziehe um gemütlich eine tasse tee zu trinken, eine schöne zeitschrift durchzublättern, ein buch zu lesen, musik zu hören, einen guten film anzuschauen, mich am abend entspannt mit dem herrn im haus zu unterhalten oder einfach nur vor mich hin zu träumen. selten nur noch gesellt sich der sohn des hauses dazu ... diese gelegenheiten müssen unbedingt genutzt werden. auch wenn es bedeutet, den rest des abends in zusätzlicher gesellschaft von daniela katzenberger oder der netten familie geiss zu verbringen (kennt ihr nicht ... macht nichts). nur gut das die brüder ludolf nicht mehr angesagt sind ... ach ja, und der hund des hauses liebt das sofa sowieso, hier hat er sich nur gezwungenermaßen für fotozwecke so entspannt auf sein hundekissen zurückgezogen ... am abend wartet er sehnsüchtig auf das kommando "sofa hopp" (merke: hunden muss man kurze befehle geben) um sich dann endlich der vollkommenen entspannung hingeben zu können. und nur worte wie "fleischwurst", "kaninchen" oder "eichhörnchen" bringen ihn dazu, diesen platz kurzzeitig zu verlassen. und hier hatten im übrigen auch die gefühlten fünfunddreissig freunde des sohnes (aufmerksame leser kennen die geschichte) gemütlich platz genommen, während wir im nahen ausland weilten ...






vor nicht allzulanger zeit  haben wir diese wunderbare bilderleiste über dem gemütlichen sofa angebracht. genau genommen, durfte der herr des hauses die leiste befestigen und die frau im haus konnte sich der dekoration hingeben. noch genauer genommen, musste der herr des hauses diese leiste mit schwerstem grippalem infekt anbringen und durfte nicht auf dem bequemen sofa der genesung entgegendämmern (kein mitleid, er ist trotzdem wieder gesund geworden). im augenblick liebe ich schwarzweissmitgrauundwenigbunt und frage mich sogleich, in welche schublade mich der psychologisch geschulte einrichtungsberater wohl stecken würde. denn gerade heute habe ich in einem magazin wieder so ein von mir favorisiertes ratespiel entdeckt, diesmal zum thema "welche insel passt zu mir" ... aus zeitgründen musste ich die lektüre bereits nach dem lesen der überschrift allerdings abbrechen, daher kann ich über meinen inseltypus hier nicht weiter philosophieren. ich vermute aber, dass man mir die "ile d'ouessant" empfehlen würde ...





ach ja, den couchtisch hat der herr im haus noch vor ausbruch seines schweren grippalen infektes gebaut. nachdem er, die im rohzustand recht unansehnlichen, europaletten fachmännisch vorbehandelt und dann auf meinen wunsch hin in mehreren arbeitsschritten weiß lackiert hat, war ich der meinung, dass vielleicht eine holzfarbige lasur doch besser ausgesehen hätte ... sicherlich hätte er mich in diesem moment gerne auf die oben erwähnte bretonische insel am ende der welt geschickt ... so bleibt der tisch nun erst einmal aus naheliegenden gründen weiß. aber vielleicht ...

 
...  für heute wünsche ich euch einen guten start ins wochenende ...





Mittwoch, 19. Oktober 2011

... in and out ...


gestern habe ich in meinem briefkasten die neue ausgabe der "elle" gefunden und ein päckchen mit dem wunderschönen armband von sabine.
ich hatte noch keine zeit zu lesen, was kommt und was geht, aber eines weiß ich bereits jetzt ganz bestimmt: das armband bleibt ...







... i'm so in love ...







... danke, liebe sabine ...





Freitag, 14. Oktober 2011

... für gäste ...


möchtet ihr zum beispiel das knusprige knoblauchhähnchen mit lieben gästen teilen, dann könnt ihr zusätzlich noch mit einer feinen tischdeko punkten. solch ein "wrapping" für das besteck sieht, einfach auf den teller gelegt, sehr edel aus. dazu vielleicht noch einen dekorativen kerzenleuchter und einige teelichthalter und der tisch ist perfekt und liebevoll gedeckt.





kombiniert einfach eine schöne, bedruckte serviette mit einer farblich passenden einfarbigen und legt sie so zusammen, dass ihr das besteck hineinschieben könnt (vorsicht - unten offen ...). ich habe das ganze dann mit einem schlichten, weissen seidenband zusammengebunden. ihr braucht dann noch ein wenig dekoration aus der natur, vielleicht passend zur jahreszeit oder zum menü. ich habe hier rosmarin- und weisse-beeren-zweige (ich glaube, es sind knallerbsen ...) verwendet und diese dann einfach unter das band geschoben.




ein liebevoll gestaltetes namensschild für jeden gast ist dann das highlight ... ich habe hier festen schwarzen und grauen karton zugeschnitten und aufeinandergeklebt. dann auf weissen, dünnen karton in einer schönen schrift den namen des jeweiligen gastes schreiben, aufdrucken oder stempeln, wieder zuschneiden und aufkleben ... schon fast fertig ... ich habe nur noch an jeder seite einen grauen lochverstärkungsring aufgeklebt und ... voilá ... that's it ...




... übrigens: hier macht sich natürlich das wunderbare silberbesteck der eltern oder großeltern besonders gut ...



... ein wunderschönes wochenende ...



Mittwoch, 12. Oktober 2011

... ich wollt ich wär ein huhn ...



und heute gibt's mal ein rezept. ihr solltet es unbedingt einmal ausprobieren, es ist köstlich und es müssen auch nicht unbedingt VIERZIG KNOBLAUCHZEHEN sein - so wie es laut kochbuch die französische tradition verlangt ... allerdings, ich nehme ja meist auch mehr, als im rezept veranschlagt ist ... mit frischem baguette und einem trocken weisswein dazu ist es einfach ein gedicht. ach ja: und unbedingt frische knoblauchknollen nehmen (für noch mehr gedicht).  wer wollte da kein huhn sein ...


knuspriges knoblauchhähnchen


biggi.deluxe.fotografie



zutaten für vier personen

1 maishähnchen (ca. 1,4 kg)
5 esslöffel olivenöl
salz und pfeffer
4 knoblauchzehen
2 knoblauchknollen
1 bio-zitrone
4 zweige thymian
1 zweig rosmarin
1 stängel lavendel
1 frisches lorbeerblatt
200 ml trockener weisswein
1 esslöffel honig


zubereitungszeit: 30 minuten + 1 stunde braten





biggi.deluxe.fotografie



den backofen auf 200 grad vorheizen (umluft 180 grad). das hähnchen innen und außen waschen und trockentupfen. mit etwa 2 esslöffeln öl einpinseln und mit salz und pfeffer bestreuen. die 4 knoblauchzehen schälen und in feine scheiben schneiden. zitrone heiß waschen und abtrocknen, eine hälfte in scheiben schneiden. kräuter waschen und trockenschütteln, mit den stielen grob zerschneiden, mit den zitronen- und den knoblauchscheiben mischen und in den bauch des hähnchens stopfen (warum muss ich hier nur immer an mr. bean denken?).

das hähnchen seitlich ein eine ofenfeste form legen, im ofen (mitte) 20 minuten braten. dann die ganzen knoblauchknollen waschen und quer halbieren. das hähnchen auf die andere seite drehen, die knoblauchknollen mit den schnittflächen nach oben danebenlegen. mit wenig olivenöl beträufeln und salzen. alles noch einmal 20 minuten braten.




biggi.deluxe.fotografie




das hähnchen auf den rücken drehen, den wein angießen (wie auch bei biolek trinken wir hier gerne schon einmal ein gläschen als kostprobe).  restliche zitronenhälfte auspressen und den saft mit restlichem öl und honig gut verrühren. das hähnchen damit einpinseln und noch einmal 20 minuten braten, bis es schön braun ist (ich schalte gegen garzeitende den backofengrill dazu).

das hähnchen in stücke schneiden und mit dem knoblauch auf einer platte anrichten. jeder bekommt seine knoblauchälfte mit auf den teller - das fruchfleisch lässt sich leicht aus den schalen lösen und schmeckt auf geröstetem brot oder direkt mit dem hühnerfleisch. dazu gibt's außerdem noch einen bunt gemischten salat ... und natürlich den restlichen weißwein (oder auch noch ein schlückchen mehr ...).





biggi.deluxe.fotografie


gerne hätte ich hier ja noch ein paar mehr fotos vom köstlichen knoblauchhuhn präsentiert. aber ich muss mir da noch eine günstige strategie zurechtlegen ... als die familie am tisch saß und das verführerisch duftende hähnchen endlich aus dem ofen kam, war an ein wenig contenance nicht mehr zu denken. als der herr im haus mit bratenmesser und fleischgabel bewaffnet dem knusprigen teil zu leibe rücken wollte, wurde mein einwand "moment, ich muss das doch jetzt erst noch einmal fotografieren" mit lautstarkem protest zurückgewiesen (o-ton sohn: "mama, du musst doch jetzt nicht unser ganzes leben ins netz stellen ..."). na ja, und da das hähnchen ja schließlich in harmonischem ambiente verzehrt werden sollte (dies hatten hähnchen & familie verdient), ist das ergebnis nur kurz dokumentiert. ein grund mehr, es einmal selbst auszuprobieren - vielleicht ja am nächsten wochenende ...


... bon appetit ...




grundrezept aus dem GU-kochbuch "french basics" von cornelia schinharl & sebstian dickhaut



Sonntag, 9. Oktober 2011

... schnurtelefon ...


bei diesem modell (das wenig mit der damaligen version im elterlichen flur gemeinsam hat)  könnte ich doch glatt den einen oder anderen nachteil eines schnurtelefons in kauf nehmen ...











... have a nice sunday ...





Freitag, 7. Oktober 2011

... just friends ...


eigentlich wollte ich ja gerade nur einen kommentar auf der seite von christina hinterlassen, aber blogger blockt meine worte (das wäre jetzt auch ein thema ...) - dabei hätte ich ihr so gerne zu ihrer wiedergefundenen freundin gratuliert (christina, wenn du das hier liest: ich freue mich für dich und karo).


biggi.deluxe.fotografie
 
denn so ähnlich ist es mir in diesem jahr auch ergangen. und es ist in der tat sooo schön, jemanden aus der vergangenheit wiederzufinden, der sogar noch steckbriefe aufbewahrt hat, die man im alter von fünfzehn jahren verfasst hat. es ist einfach großartig, diese dann dem eigenen sohn vorlesen zu können, der sich selbst gerade in diesem durchaus spannenden alter befindet. und der sich nun königlich darüber amüsiert, dass seine mutter bereits zu dieser zeit als lieblingsgetränk "bacardi-cola" angegeben hat und romantische gefühle für ihren damaligen mathematiklehrer hegte. dieser pädagoge unterrichtet im übrigen in der heutigen zeit nun den sohn im fach informatik. irgendwie leider nicht mit dem gleichen erfolg wie damals die mutter in mathematik ... und dies führte kürzlich sogar zu einem wenig romantischen wiedersehen anlässlich einer leistungsbesprechung aus gegebenem anlass. ach ja, ich habe es vorgezogen inkognito zu bleiben, denn dem sohn wäre es sicherlich ein wenig unangenehm gewesen, hätte seine mutter anekdoten von anno dazumal zum besten gegeben. wie zum beispiel die offenbarung, besagtem "alten knacker" (o-ton sohn) vom kassettenrecorder über das schnurtelefon "ballade pour adeline" vorgespielt zu haben. die töne dieses romantischen klassikers klingen derzeit übrigens wieder durchs haus, denn der sohn übt klavier ... ob er den vortrag in der musikschule seiner klavierlehrerin gegenüber auch mit etwaigen romantischen gefühlen verknüpft, entzieht sich meiner kenntnis ...




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aber ich bin wieder ein wenig abgeschweift ... meine brieffreundin hat mir kürzlich sogar ein handgeschriebenes gedicht von hermann hesse geschickt ... es steht nun eingerahmt auf unserem sideboard und ich denke an sie, wann immer ich es anschaue. es ist überhaupt wunderbar, einen "echten brief" zu bekommen. alleine die vorfreude auf seinen inhalt, wenn ich ihn im briefkasten finde. viele seiten mit lieben worten, erinnerungen und bildern. zwischen all den epost-briefen, emails, sms, facebook-nachrichten und blog-posts erscheint es wie ein altmodisches überbleibsel aus nicht mehr modernen zeiten ... der sohn würde wohl nie und nimmer auf die idee kommen,  einen "echten brief" zu schreiben ... wozu auch, die notwendigkeit ist abhanden gekommen, die "all-inklusive-handy-flatrate" eines bekannten discounters lässt keine wünsche offen ... für mich war es in besagtem spannenden alter ja noch durchaus schwierig, am telefon über all die weltbewegenden dinge zu sprechen, die nun mal unbedingt mitzuteilen waren, wenn freundin oder freund nicht persönlich anwesend sein konnten. unverfänglich waren da noch gespräche über angesagte düfte wie "janine d." oder "my melody" (kennt die noch jemand?) ... die neuesten LPs (weiss noch jemand, was das ist?) von "supertramp" und "pink floyd" rissen interessierte elterliche zuhörer auch nicht vom sessel. aber themen wie "lieblingsgetränke in form von bacardi-cola" wären da schon heikler gewesen ... denn das telefon stand im flur und es hatte eine schnur die es unmöglich machte, es aus der elterlichen reichweite zu entfernen. zwar haben die eltern stets versucht, den eindruck zu vermitteln, ganz im bann der abendlichen fernsehunterhaltung zu stehen, aber die sich an so manches telefonat angeknüpften auseinandersetzungen haben sie dann doch entlarvt ...




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also habe ich schon damals gerne briefe geschrieben ... ob ich diese liebe allerdings dem schnurtelefon zu verdanken habe, ist nur schwer zu ergründen. auf jeden fall hatte ich vieeele brieffreundinnen und auch einen brieffreund aus dortmund. und beinahe auch einen stammeshäuptling aus einem fernen afrikanischen land ... nachdem ich dann aber seinem wunsch, ein ganzkörperfoto von mir in luftiger badebekleidung einzuschicken, nicht nachgekommen bin, hat er sich wohl eine andere königin gesucht. ich hatte ja damals in einer mädchenzeitschrift eine "brieffreundschaften-gesucht-anzeige" aufgegeben. und es war sowas von spannend, im jugendzimmer bei kirschtee aus dem getöpferten service, sandelholz-räucherstäbchen-duft und musik von joan baez, barcley james harvest und leonard cohen all die vieeelen briefe zu lesen. leider hatte ich allerdings in jener "kontaktanzeige" aufgrund fehlender lebenserfahrung auch meine telefonnummer veröffentlicht ... das ständig bimmelnde schnurtelefon im flur hat daraufhin die beziehung zu den eltern doch ein wenig belastet. insbesondere die anrufe männlicher kontaktsuchenden waren für den vater der lebensunerfahrenen tochter eine ganz besondere herausforderung. nur gut, dass der afrikanische stammeshäuptling in seinem werben vom medium telefon abstand genommen hat ...




biggi.deluxe.fotografie



zu dieser zeit begann auch die brieffreundschaft zwischen kerstin und mir, sie dauerte einige jahre an, wir haben uns nie persönlich kennengelernt und schließlich verloren wir uns aus den augen ... ja, bis sie daheim ihren dachboden aufräumte, meine briefe mit der elterlichen telefonnummer fand und kontakt mit der mutter daheim aufnahm. die mutter besitzt im übrigen mittlerweile zwar ein recht modernes, schnurloses telefon, der standort im flur ist jedoch seit jahr und tag der selbe ...

bevor ich jetzt noch einen musikalischen gruß, aus gegebenem anlass diesmal speziell für kerstin, auswähle, wünsche ich euch ein entspanntes wochenende. vielleicht schreibt ihr einfach mal wieder einen "echten brief" ... denkt mal nach, es gibt bestimmt jemanden, dem ihr damit eine ganz besondere freude machen könntet ...



time it was, and what a time it was, it was
a time of innocence, a time of confidences.
long ago, it must be, i have a photograph,
preserve your memories, they're all that's left you.


words by paul simon